SVO: Bittere Niederlage gegen die USI Bulls

In einem schon sicher gewonnen geglaubten Spiel bringt ein katastrophales Schlussviertel die Wende für die Gäste vom Sportinstitut. Der SVO verliert 62 zu 67.

Das dritte Spiel in dieser Saison, das dritte Mal eine neue Starting Five für Coach Medinov. Auslandsaufenthalte, Verletzungen und andersartige Verpflichtungen lassen beim SVO derzeit keinen wirklichen Rhythmus entstehen. So ist es nicht verwunderlich, wenn man erst nach einigen Minuten zum gewohnten Spiel findet. Dankenswerter Weise wirkten auch die Gegner ein wenig eingerostet und so punkteten auch diese erstmals in der dritten Minute des ersten Viertels. Beim Stand von 14 zu 6 aus Sicht der Gastgeber wechselten die Gäste dann in eine Zonenverteidigung und blieben in dieser, bis zum Ende des Spiels. Der SVO stellte sich – erwartungsgemäß – erst nach einigen Minuten auf die neue Verteidigung ein, und so konnten die Gäste den Rückstand bis zum Ende des Viertels noch auf 20 zu 15 verkürzen.

Das zweite Viertel war für beide Seiten ein Desaster. Offene Würfe fanden nicht den Weg in den Korb und vor allem auf Seiten des SVO wurde exakt das gespielt, was man gegen eine Zone nicht machen sollte. Die Gäste bedankten sich und verkürzten den Abstand marginal auf 32 zu 28.

In der Halbzeitpause wurde ruhig und sachlich darüber diskutiert, wie man theoretisch offene Räume in einer Zonenverteidigung einnehmen kann. Praktisch gelang dann in den darauffolgenden fünf Minuten alles. Drei Dreier krönten einen 13 zu 0 Run und mit noch 3 Minuten im dritten Abschnitt führte der SVO komfortabel mit 50 zu 32. Ein Minirun der Gäste machte daraus eine 13 Punkte Führung: 54 zu 41.

War das zweite Viertel bereits offensiv ein Desaster, so fehlt für das letzte Viertel das richtige Vokabular. In der Offensive wurden Ballverluste am laufenden Ball produziert und in der Defensive versuchte man gar nicht einmal mehr zu verteidigen. Die Gäste fühlten sich wohl wie im siebten Himmel, denn Korbleger nach Korbleger schmälerten den Vorsprung der Hausherren. 2 Minuten vor Schluss, beim Stand von 62 zu 58, wurde im Timeout nochmals eindrücklich auf die Gefahr von Ballverlusten hingewiesen und die miserable Verteidigungsleistung thematisiert. Es half jedoch nichts. Die Spieler der USI punkteten noch 9 Mal, dem SVO blieben weitere Punkte verwehrt.

Endstand: 62 zu 67

Bericht: SVO Innsbruck